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    Wehrtet den Anfängen

    Kerntechnische Bewachung

    Wehrtet den Anfängen

    Standpunkte (15/2020): Informationen des ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
    Endlager 2396521/Pixabay Wehrtet den Anfängen: Wie ein Dammbruch bei der kerntechnischen Bewachung uns alle gefährdet


    Wehrtet den Anfängen: Wie ein Dammbruch bei der kerntechnischen Bewachung uns alle gefährdet

    Manchmal reicht ein mündliches Versprechen aus, um eine Verabredung jahrzehntelang durchzuhalten. Ausgerechnet an einem höchst brisanten Beispiel in der kerntechnischen Bewachung wird deutlich, dass gute Worte alleine oft nicht ausreichen.

    Für die Vergabe der Bewachungsaufträge in diesem Bereich sind die Bundesgesellschaften für Zwischenlagerung (BGZ) und Endlagerung (BGE) verantwortlich. Diese sind als öffentliche Unternehmen dem Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums zuzurechnen. Klar war stets: ein Sicherheitsdienstleister kann auch mal einen Auftrag verlieren. So war es aber in der Vergangenheit Usus, dass in solchen Fällen Betriebsübergänge gar nicht erst infrage gestellt wurden. So hatten die Kolleg*innen stets Sicherheit was ihre Arbeitsverhältnisse und erkämpften Tarifverträge angeht und gleichzeitig blieb das fachliche Niveau erhalten.

    Die größten Irrtümer beginnen aber meist mit dem Satz „Ich gehe davon aus, dass…“. Und wenn man zuvor noch davon ausging, dass dies auch zukünftig so gehandhabt wird, passierte dieses Jahr im Endlager in Morsleben beim Wechsel von POND zu KÖT-TER das genaue Gegenteil. Von einem Betriebsübergang nach § 613a BGB war keine Rede mehr und 70% der Kolleg*innen vor die Türe gesetzt. Und selbst diejenigen, die beim neuen Dienstleister hätten anfangen können, bekamen deutlich schlechtere Konditionen in Aussicht gestellt. Dass man nebenbei auch noch einen aktiven Betriebsrat durch die Hintertür kalt abserviert hat, dürfte KÖTTER nicht ganz ungelegen kommen.

    Das Ergebnis ist verheerend.

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