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    Was ist noch zu tun?

    Wir bei GALERIA Karstadt Kaufhof

    Was ist noch zu tun?

    Der Unterschied zwischen reden und engagieren machts!
    Galeria: Protestaktion am 18.07.2020 in Osnabrück ver.di Galeria: Protestaktion am 18.07.2020 in Osnabrück


    Protestaktion am 18.07.20 um 17.00 Uhr

    Es kamen viele zusammen. Am Samstag in der Osnabrücker Innenstadt und anschließend vor dem Kaufhaus „Galeria-Karstadt-Kaufhof“. Allein diese sperrige Namensgebung macht deutlich, was da schief gelaufen ist. Das lukrativere Geschäft war wohl der Verkauf von Betrieb und Immobilien.

    Fast 200 Menschen kamen zusammen, gegen Unfähigkeit und Untätigkeit aufzubegehren. Trotz des vielfach nachlesbaren Abgesangs, wie nutzlos es doch sei, jetzt die Stimme zu erheben. Doch die Beschäftigten bei Galeria sind nicht bereit, sich stillschweigend zu fügen. Noch sind viele Fragen offen, weit bessere Bedingungen auszuhandeln.

    „Wir waren immer stolz darauf, unsere Arbeit – soweit möglich – gut zu machen!“, betont die Rednerin der Belegschaft. Sie und weitere Kolleginnen berichten davon, was das Verschachern ihres Arbeitsortes mit sich brachte. Vor allem Karstadt bedeutete einen Tiefpunkt und Ausstattung und Service. „Wäre es um gute Umsätze gegangen, hätte bessere Ausstattung kommen müssen. Hier wurde mit Vorsatz an die Wand gefahren!“, klagen sie an.

     

    Für die Galeria- Beschäftigten, knapp 70 von ca. 200, wird eine Auffanggesellschaft etabliert. Die vielen längst „ausgelagerten“ Mitarbeiter*innen haben nichts. Arbeitslosigkeit droht ab sofort.

    Die Beschäftigten finden sich nicht ab sondern sind Fachkräfte, die genau wissen, worauf es ankommt. „Es ist wieder einmal so, dass ein paar übertrieben gut bezahlte Manager sich die Taschen füllen und diejenigen, die vor Ort für den Umsatz sorgen völlig egal sind. Das System ist krank und nicht die Kaufhäuser! Wir gehen auf die Straße, weil es nicht an uns und unserer Arbeit lag, sondern an den Spekulanten!“

    Zu klären ist, ob sich im Osnabrücker Rathaus solches Engagement findet, wie es in anderen Städten zu neuen Chancen für die Beschäftigten führte. Bisher waren die Berichte über ein paar Telefonate und möglichen Absichten für die Zukunft wenig glaubwürdig. Offensichtlich steht die Stadtspitze auf Baulücken und am herumdoktern an der kaum zielführend erkennbaren Planlosigkeit.

    Die Beschäftigten sind noch da und werden gern weiter daran erinnern, dass in dieser Stadt etwas Entscheidendes fehlt. Politisch verantwortliche, die sich um Beschäftigte bemühen. „Was für ein Unsinn, einen Standort und seine Wirtschaftskraft ohne die Beschäftigten entwickeln zu wollen!“