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    Schließung trifft Beschäftigte und Stadt gleichermaßen hart!

    Wir bei GALERIA Karstadt Kaufhof

    Schließung trifft Beschäftigte und Stadt gleichermaßen hart!

    Protestaktion am 18.07.20 um 17.00 Uhr

    Anlässlich der letzten Berichte zur eventuellen Schließung ihrer Filiale melden sich die ver.di Aktiven aus dem Betrieb selbst zu Wort. Eine Versammlung am Wochenende machte klar: still wird das nicht abgehen.

    Noch sind sie da, die Beschäftigten des letzten grundversorgenden Kaufhauses in Osnabrück. Der Tenor auf einer ver.di Mitgliederversammlung ist, ihre gerade noch „systemrelevante“ Arbeitsleistung nicht schweigend enden zu lassen.

    Die Kolleg*innen reagieren nicht nur auf die anstehende Schließung, sondern auf die Diskussion in der Stadtpolitik was mit dem Haus danach passieren soll.

    „Den Verlust jedes einzelnen unserer Arbeitsplätze trifft uns hart, wir sind wie eine Familie.“, betonen die Beschäftigten aus jahrzehntelangem Kampf um Existenz und gute Arbeit. „Dennoch finden wir es nicht angebracht, dass so getan wird (Presseberichte) als ob wir bereits weg sind.“ Ihnen ist die Bedeutung ihres Hauses für die Kunden sehr wohl bewusst.

    Die Information zu der eventuellen Schließung ihrer Filiale können die Beschäftigten daher nicht nachvollziehen. Das Warenhaus ist seit dem Ende der 50er  Jahre ein fester Bestandteil für Osnabrück. Fachkräfte sind sie, beraten und bringen das letzte breit aufgestellte Sortiment an die Kunden. „Wer eine attraktive Einkaufssituation in der Stadt will, braucht diese Ankerpunkte. Das Elend ist schon groß genug!“ Der Adressat ist die Kommunalpolitik und eine zentrale Frage, ob man dort überhaupt noch gestalten will.

    Der zuständige Gewerkschaftssekretär Maiko Schulz dazu: „Mit der drohenden Schließung von Galeria Kaufhof verlieren einhundert Kolleg*innen in Osnabrück ihren Arbeitsplatz mit Arbeitsbedingungen die durch Tarifverträge geschützt sind und durch betriebliche Mitbestimmung gestaltet wurden. Gut ausgebildete, motivierte Fachkräfte. Die sollen die Zeche zahlen für Fehler die im Management gemacht wurden und werden! Das ist einfach nur übles Geschacher um Fantasie-Renditen, nicht aber solides Wirtschaften!“, so Schulz.

    Deshalb geben die ver.di Aktiven nicht auf und zeigen Ihre Sichtweise und Forderungen am Samstag, dem 17.07. um 17 Uhr auf einer Protestaktion auf dem Platz der deutschen Einheit und anschließend vor der Filiale.