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    Gewerkschaft ver.di schlägt Alarm

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    Gewerkschaft ver.di schlägt Alarm

    Mehr Zeit für die Kinder und mehr pädagogischer Fachkräfte fordert die Gewerkschaft ver.di nicht nur für die Kindertagesstätten in Stadt und Landkreis Osnabrück, im Emsland und der Grafschaft Bentheim. Die Gewerkschaft sieht nach einer eigenen Befragung von Beschäftigten in mehr als 200 Kitas in Niedersachsen die Einhaltung der gesetzlichen und pädagogischen Anforderungen als stark gefährdet an.

    „In der Mehrzahl aller Tage fehlte mindestens eine Fachkraft in der Kita. An einem Drittel aller Tage mussten geplante pädagogische Angebote oder individuelle Förderung der Kinder ausfallen. Das reicht nicht aus, um die Ansprüche an frühkindlicher Förderung zu entsprechen,“ so Franziska Dieckmann von der Gewerkschaft ver.di. „Ausreichend Zeit und Personal fehlen an allen Ecken und Enden. Dies geht zu Lasten der Qualität der pädagogischen Arbeit und auf Kosten der Kinder und der pädagogischen Fachkräfte“ ergänzt Ole Spitzer ver.di Vertrauensleutesprecher für den Sozial- und Erziehungsdienst bei der Stadt Osnabrück.

    Dass die Kindertagesstätten trotzdem laufen und nur selten Gruppen geschlossen werden, ist nach Einschätzung der Gewerkschaft dem hohen Engagement der pädagogischen Fachkräfte und Kita-Leitungen zu verdanken ohne das viele Kindertagesstätten ihr Angebot nicht aufrechterhalten könnten.

    ver.di sieht die Kommunen und Träger in der Pflicht: „Wir verlangen, dass die Arbeitgeber ihre pädagogischen Fachkräfte schützen und der Fachkräftemangel nicht weiter auf ihren Rücken ausgetragen wird. Die Einhaltung des gesetzlichen Personalschlüssels und die Pausenzeiten müssen gewährleistet sein. Wir erwarten, dass die Kommunen und Träger ihrer Verantwortung nachkommen und für Entlastung sorgen. Wir brauchen mehr Zeit und Personal. Für die Kita-Beschäftigten und die Kinder.“