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    Logistik-Arbeitgeber greifen Betriebsräte an

    Speditionen und Logistik

    Logistik-Arbeitgeber greifen Betriebsräte an

    Drei Betriebsratsvorsitzende berichten öffentlich, was ihnen aktuell zustößt.

    An der Betriebsratsarbeit behindert, schikaniert, degradiert, fristlos gekündigt – ver.di nimmt eine Häufung von Angriffen auf Betriebsräte in der Logistik zur Kenntnis. Mit einer Podiumsveranstaltung reagiert die Gewerkschaft anhand von drei aktuellen Fällen.

    Matthias Meyer ist Betriebsratsvorsitzender bei Lemförder Logistik, einem Unternehmen mit Sitz in Damme, er vertritt die Interessen von etwa 500 Beschäftigten. Die Geschäftsführung sprach ihm kürzlich die fristlose Kündigung aus.

    Wilfried Goedeker ist Betriebsratsvorsitzender bei der Spedition Boll in Meppen und zuständig für etwa 400 KollegInnen. Die Geschäftsführung degradierte ihn kürzlich vom Verkäufer mit Kundenkontakt zum Disponenten.

    Thomas Urbanski ist Betriebsratsvorsitzender bei DACHSER Food Logistics in Bremen, einem Logistiker mit etwa 130 Beschäftigten. Die Geschäftsführung degradierte ihn kürzlich vom Lagerleiter mit Personalführung zum Azubibeauftragten.

    Alle drei Betriebsräte setzen sich konsequent für die Einhaltung gesetzlicher Regelungen und die Umsetzung von Tarifverträgen ein. Alle drei sind aktive Gewerkschafter. Zu allen Fällen laufen derzeit Gerichtsverfahren.

    „Wir werden keinen Augenblick tatenlos dabei zusehen, wie aufrechte Betriebsräte und Gewerkschafter angegriffen werden“, sagt Jonas Lebuhn, ver.di Gewerkschaftssekretär.

    Am 12.04.19 lädt ver.di ein zu der Informations- und Solidaritätsveranstaltung:
    „Hände weg von meinem Betriebsrat!“

    Dort berichten die Betriebsräte, was ihnen aktuell widerfährt, wie es ihnen persönlich geht, was für sie Solidarität bedeutet und warum sie noch nicht aufgegeben haben zu kämpfen.