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    Die Jugend kriegt die Krise

    Generation Corona

    Die Jugend kriegt die Krise

    ver.di publik (04/2020): Die Mitgliederzeitung
    Sitzungen von JAVen während der Corona-Pandemie cc0 | pixabay.com | Free-Photos Generation Corona: Die Jugend kriegt die Krise


    Editorial
     
    Er hatte schon so einiges für seine Kolleginnen und Kollegen erreichen können, da versuchte die Geschäftsleitung, ihn auszubremsen. Mit schäbigen Methoden. Thomas Urbanski, seinerzeit Vorsitzender des Betriebsrats beim Logistiker Dachser Food aus Bremen, wurde mit einer Herabstufung vom Lagerleiter zum Azubi- Beauftragten überzogen, zugleich wurde anderen Mitgliedern des Betriebsrats mehr Entgelt angeboten, sollten sie von ihrem Amt zurücktreten. Thomas Urbanski hat sich mit Hilfe von ver.di gewehrt. Und mittlerweile hat ver.di Strafanzeige gegen den Niederlassungsleiter gestellt, wegen Behinderung der Betriebsratsarbeit. Bericht auf Seite 5.

    Die "Deutsche Wohnen", der größte Wohnungskonzern in Berlin und der zweitgrößte in Deutschland, ist weiter auf Expansionskurs. Gerade erst ist er in den DAX aufgestiegen, hat den Ankauf mehrerer hundert Wohnungen in Berlin angekündigt und will überdies ab sofort jährlich 1.000 statt 400 Wohnungen bauen. Versteht sich, der sogenannte Mieten- deckel gilt ja nicht für Neubauten. Und die Gewinne steigen – auch in der Corona-Krise. Wer da alles mitverdient, ist nachzulesen auf Seite 9.

    Hart getroffen hat es in der Corona-Krise die Solo-Selbstständigen, denen die Aufträge und Honorare weggebrochen sind. Darunter etwa Volkshochschul-Dozentinnen, Künstler, Psychotherapeutinnen oder auch Messebauer. Und um die staatliche Unterstützung ist es eher schlecht bestellt. Die Anfang April beschlossene "Soforthilfe für Solo-Selbstständige und Kleinstbetriebe" greift oftmals nicht, und von dem jüngst von der Bundesregierung beschlossenen Konjunkturpaket sind sie auch enttäuscht. ver.di fordert ein "passgenaues Hilfspaket". Bericht Seite 16.

    Die nächste "ver.di publik" erscheint Mitte August. Bis dahin Ihnen und Euch eine schöne Sommerzeit – und bleibt gesund!

    Maria Kniesburges
    Chefredakteurin der ver.di publik


    Link: Zur aktuellen ver.di publik (04/2020)

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