Nachrichten

    ABGESAGT + Sichere Fluchtwege jetzt !

    Protest

    ABGESAGT + Sichere Fluchtwege jetzt !

    Sichere Fluchtwege jetzt ! Aktionsbündnis Sichere Fluchtwege jetzt !  – Protest und Menschenkette in Osnabrück:

    ABSAGE WEGEN CORONAVIRUS

    Liebe Unterstützer*innen der Seebrücke,
    sehr geehrte Damen und Herren,

    aufgrund der Entwicklung des Coronavirus und der aktuellen Empfehlungen zur Absage größerer Veranstaltungen draußen und drinnen hat sich die Seebrücke Osnabrück schweren Herzens entschlossen, die geplante Protestveranstaltung für Samstag abzusagen.

    Mit einer kleinen Gruppe werden wir auf dem Theatervorplatz ab "fünf vor zwölf" eine Mahnwache veranstalten.

    Wir bitten Sie: Bleiben Sie am Ball und engagieren Sie sich weiterhin für sichere Fluchtwege. #WirHabenPlatz!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Michael Bünte
    Seebrücke Osnabrück

     

    __________________________________

    Wir rufen auf zum öffentlichen Protest und zur Menschenkette am Samstag, den 14.3. um 5 vor 12 Uhr, Theatervorplatz Osnabrück

    Wir beobachten eine beispiellose Eskalation an den europäischen Außengrenzen.

    Die Türkei versucht, die EU mit der Öffnung der Grenze zu erpressen – mit Menschen, die sich in der Hoffnung auf Schutz in Europa auf den Weg machen.

    Das griechische Militär hält hilfesuchende Menschen mit Wasserwerfern, Blendgranaten, Gummigeschossen und Schusswaffen von der Grenze fern. Auf dem Seeweg droht ihnen Griechenland mit dutzen den Kriegsschiffen. Schaffen sie es bis Lesbos, werden sie von Rechtsradikalen aus Griechenland, Deutschland und anderen europäischen Ländern angegriffen.

    Die Präsidentin der EUKommission, von der Leyen, unterstützt Griechenlands Politik. Der Vorsitzende der konservativen Parteien im Europaparlament, Manfred Weber, spricht von einem ‚kollektiven Angriff‘ auf Europa. Die EU will die griechische Grenze mit allen Mitteln schützen. Menschenrechte spielen keine Rolle mehr.

    Die Regierungskoalition in Berlin ringt sich mühsam zu ersten Hilfsmaßnahmen durch. Derweil verschlimmert sich die Lage in den hoffnungslos überfüllten Lagern auf den Inseln täglich. Ein Kontingent von 1500 Kindern, von denen Deutschland wiederum nur einen ‚angemessenen Anteil‘ übernehmen will, steht in keinem Verhältnis zur Zahl der Kinder in den griechischen Lagern.

    Es sollen nur schwerkranke Kinder und unbegleitete Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren aufgenommen werden. Wer soll diese Kinder auswählen, wenn es kaum noch Ärzte in den Lagern gibt? Und was passiert mit den alten Menschen, allein reisenden Frauen und anderen besonders Schutzbedürftigen? Und für die Menschen an der türkischgriechischen Grenze gibt es weiter keine Hilfe.

    #WirHabenPlatz

    Diese Entwicklungen sind eine absolute Schande für Europa. In Deutschland steht die Infrastruktur zur Aufnahme von geflüchteten Menschen bereit. 140 Städte und Kommunen wollen helfen und haben sich zu Sicheren Häfen erklärt. Dies wird von der Bundesregierung blockiert. Tausende Ehrenamtliche engagieren sich für ein gelingendes Ankommen. Diese Aufnahmebereitschaft geht weit über das hinaus, was die Bundesregierung nun anbietet.

    Schutzsuchende Menschen werden wie eine angreifende, gefährliche Masse behandelt. Und dies alles drei Wochen nach den rassistischen Anschlägen in Hanau. Europa erlebt einen neuen Albtraum.

    Unsere Antwort auf diese Barbarisierung und den rechten Terror in der EU kann nur die Gesellschaft der Vielen und unsere Solidarität sein – Solidarität mit Menschenleben. Gegen Ohnmacht hilft nur das eine: entschlossen handeln!

    Wir fordern!

    Sofortige Hilfs- und Schutzmaßnahmen für die Flüchtlinge an der türkisch-griechischen Grenze.

    Sofortige Schließung der Lager und Aufnahme von den griechischen Inseln durch eine Koalition der Willigen.

    Schluss mit den kriegerischen Parolen und Handlungen. Wir sind nicht im Krieg!