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    Anschluss halten an den TVöD!

    AMEOS-Kliniken

    Anschluss halten an den TVöD!

    Vielversprechender Tarifauftakt am 14. Mai

    Am ersten Verhandlungstag für die AMEOS Kliniken Hildesheim und Osnabrück, incl. ihrer Nebenstellen, hat es einen vielversprechenden Auftakt zur Tarifrunde 2019 gegeben.

    Nach dem erfolgreichen Abschluss der Redaktionsverhandlungen zum Manteltarifvertrag und weiteren Tarifregelungen hatten die tarifführenden Gewerkschaften ver.di und dbb GeNi Teile der Tarifverträge fristgerecht zum 30. April gekündigt und fünf Verhandlungstermine mit dem Arbeitgeber AMEOS bis Anfang Juli 2019 ausgemacht.

    Nach Diskussionen in den Mitgliederversammlungen und Abstimmung zwischen den Tarifkommissionen der beiden Gewerkschaften sind folgende Forderungen aufgestellt worden. Beim ersten Treffen der Tarifvertragsparteien am 14. Mai 2019 in Hildesheim sind diese Forderungen von der Verhandlungsführung der Gewerkschaften, dem ver.di-Landesfachbereichsleiter Joachim Lüddecke, der Arbeitgeberseite von AMEOS, an deren Spitze Vorstand Michael Dieckmann, vorgestellt worden.

    Dabei machte die Gewerkschaftsseite deutlich, dass nach den scharfen Auseinandersetzungen der letzten Tarifrunden und der Definition von neuen Regeln, wie z.B. einer Schlichtungsvereinbarung, nunmehr erwartet werde, dass ein wertschätzender und respektvoller Umgang miteinander herrsche und von »ordentlichen« Verhandlungen ausgegangen werden könne.

    Von Seiten der Arbeitgeber wurde dies ausdrücklich begrüßt und bestätigt, da man kein Interesse daran habe, nochmals in solche Auseinandersetzungen zu geraten, wie bei dem zwölfwöchigen Erzwingungsstreik 2016.

    Die Gewerkschaften erläuterten ihre Tarifziele unter der Prämisse »Anschluss halten am TVöD« und unterstrichen, bei diesen Verhandlungen auch ihrerseits auf bekannte »Rituale«, wie z.B. das Aufstellen höherer Forderungen, um sich runterhandeln zu lassen, zu verzichten, sondern bekräftigten ihre Haltung mit der Erwartung an AMEOS, das Tarifergebnis des öffentlichen Dienstes aus 2018 in den AMEOS-Tarifvertrag 1:1 zur Anwendung zu bringen.

    Zitat Lüddecke: »Wir sehen diese Tarifverhandlungen vom Ende her. Im Kern geht es um die Übertragung der Tarifergebnisse des TVöD für die AMEOS-Kliniken. Nicht mehr und nicht weniger!«

    Die Forderungen wurden im Einzelnen vorgestellt und erläutert und zusätzlich durch den Punkt besondere Aufwertung des Pflegepersonals durch die neuen Möglichkeiten des Pflegepersonalstärkungsgesetzes (PPSG), erweitert.

    Die Arbeitgeberseite stellte dar, dass sie gern für die Pflege mehr machen würde, aber im Moment noch von den Krankenkassen daran »gehindert« werde. AMEOS sieht insgesamt einen Handlungsbedarf bei der Vergütung der Beschäftigten, auch in Hinblick auf die anderen Anbieter in der Branche. Sie wollen im Wettbewerb attraktiver sein und den Anschluss an die Mitbewerber nicht verlieren.

    Die Arbeitgeberseite nahm die Forderungen der Gewerkschaften entgegen und will sie erst einmal auf ihre Wirkung hin durchrechnen. Dabei stünde auch die Entgeltordnung (EGO) im Vordergrund, zu der man ja bereits eine Verhandlungsverpflichtung eingegangen sei. Auf Vorschlag des dbb/GeNi-Verhandlungsführers, Arne Goodson, wird in der nächsten Verhandlungsrunde dazu miteinander in die Beratungen gegangen.

    Das Thema ist sehr komplex und differenziert in seiner Wirkung. Beide Seiten bewerten den Tarifauftakt als guten Start.

    Weiter Verhandlungstermine:

    • 23. Mai 2019
    • 07. Juni 2019
    • 25. Juni 2019
    • 09. Juli 2019

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