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    ver.di Emsland ehrt langjährige Gewerkschaftsmitglieder

    Ortsverein Emsland

    ver.di Emsland ehrt langjährige Gewerkschaftsmitglieder

    Heinz Nicolaisen aus Sögel 70 Jahre und Bernhard Milsch aus Meppen 65 Jahre dabei

    Der ver.di Ortsverein Emsland begrüßte zahlreiche langjährige Mitglieder zu einer kleinen Feierstunde im Landgasthof Redeker in Haselünne-Lehrte. Vorsitzender Hans-Dieter Boven unterstrich in seinen Begrüßungsworten, wie wichtig gerade heute gewerkschaftliches Denken und solidarisches Handeln in unserer „Einzelkämpfer-Gesellschaft“ ist. Er zitierte Rainer Maria Rilkes Gedicht „Herbstzeit“ aus dem Jahr 1902: „Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben...“ und sprach damit die Situation von armen Menschen sowie Menschen auf der Flucht und in Not an.

    Geehrt wurde für 25-jährige, 40-jährige, 50-jährige, 60-jährige, 65-jährige Mitgliedschaft und sogar 70-jährige Mitgliedschaft!

    Heike Klattenhoff, stellv. Geschäftsführerin im ver.di Bezirk Weser/Ems brachte den Jubilaren die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse der Jahre 1945, 1950, 1955,1965, 1975 und 1991 in Erinnerung. Einige Jubilare trugen ihre damaligen Beweggründe zum Eintritt und ihre anhaltende gewerkschaftliche Überzeugung vor. Die jahrzehntelange Mitgliedschaft und Treue ist zumeist mit einer Fülle von Engagement und Aufgaben für die Interessen der Beschäftigten in den Dienststellen und Betrieben verbunden. Gemeinsam gelebte Demokratie, Solidarität, Gemeinsinn und Mitbestimmung/Mitverantwortung in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft zeichnen diese Gewerkschaftler aus.

    Die Gewerkschaft ver.di steht immer auf der Seite der Schwächeren, mit den Kampagnen „Mindestlohn“, “Gerecht geht anders“, „Umfairteilen“ und „Daseinsvorsorge“ ist schon viel für die Beschäftigten erreicht worden. Alle schauen aktuell auf die politische Lage, besonders in Europa und im nahen Osten, bei TTIP, CETA und TISA speziell über den Atlantik nach Nordamerika, aber auch auf die Verhandlungen und Absichten in sozialen Dingen in Berlin und Brüssel. Prekäre Beschäftigungen, Leih-/Zeitarbeit sowie Scheinselbstständigkeit und Werkvertragsunwesen gehören zugunsten ordentlicher Arbeitsverträge und Bedingungen auf gesetzlicher und tariflicher Basis abgeschafft und geächtet, um Altersarmut und sozialen Abstieg zu verhindern. Die Arbeitnehmer und Rentner sind nicht bereit, in dieser Geldverteilung von unten nach oben den Kopf hinzuhalten und die Zeche der Spekulanten und Profiteure zu bezahlen!
    ver.di fordert die Arbeitgeber, den öffentlichen Dienstherrn und die Politik weiter zu mehr sozialer Verantwortung und Rücksichtnahme auf die „kleinen Leute“ auf.

    25 Jahre in der Gewerkschaft sind Gerhard Brüning, Holger Clasen, Andreas Eilers,
    Helmut Etmann, Paul Exel, Stefani Heidemann, Gisela Hermsen, Nobert Humberg,
    Roswitha Kall, Ingeborg Kohl, Mona Lieberknecht, Ansgar Lübbers, Dagmar Sandmann,
    Johann Schepers, Johanna Schneider, Stefan Schneider, Gero Schlagelambers, Andreas
    Schulz, Helmut Tiek, Andreas Wehlage.

    Für 40-jährige Treue wurden Martina Böttjer, Siegfried Bublitz, Franz von Garrel, Heinz
    Goldschmidt, Vinzenz Goldschmidt, Friedel Hake, Lutz Knief, Jürgen Lake, Johannes
    Niemann, Andreas Rother, Gerhard Siebald, Marian Stellmaszczyk und Walter Trepohl
    geehrt.

    50 Jahre dabei sind Erwin Fels, Horst Heidemann, Franz Jaske, Peter Scherwing, Horst
    Sender, Peter Weber.

    60 Jahre Gewerkschaftsmitglied sind Karl Dickmänken, Johannes Benker, Heinrich
    Jakobs, Guenter Schäfer.

    Herausragend ist die 65-jährige Mitgliedschaft von Bernhard Milsch und die 70-jährige
    Mitgliedschaft von Heinz Nicolaisen!