Nachrichten

    Sonntagsschutz im Einzelhandel

    Sonntagsöffnung

    Sonntagsschutz im Einzelhandel

    In der Debatte um die Frage, ob „Der Einzelhandel am Sonntag öffnen?“ soll erklärt der zuständige Oldenburger Gewerkschaftssekretär Arne Brix:

    „Seit 100 Jahren gibt es im Einzelhandel ein grundsätzliches Verbot der Sonntagsarbeit. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hält an diesem Grundsatz fest. Im Grundgesetz hat die Sonntagsruhe durch Art. 140 eine verfassungsrechtliche Anerkennung erfahren, diese darf nicht durch ein alltägliches „Shopping-Interesse“ angetastet werden. Der Schutz des Sonntags ist damit rechtlich garantiert. Jede Forderung nach einer Sonntagsöffnung, muss sich am Maßstab der Verfassung messen lassen.“

    Brix weiter: „Den Kunden im stationärem Handel wird oftmals ein Rabattgutschein für den eigenen Onlineshop mitgegeben und im gleichem Atemzug, wird das Onlinegeschäft als Zerstörer der Innenstädte angeführt. Als Lösung wird nun der verkaufsoffene Sonntag auf dem Rücken der Beschäftigten angeboten. Hier liegt der Fehler im System und die Verantwortung bei den Händlern“

    Auch der Gewerkschaft ver.di liegt viel daran, dass die Innenstädte weiter vielfältig und belebt bleiben, jedoch greift das „Konzept Sonntagsöffnung“ für den Gewerkschaftssekretär viel zu kurz, denn Innenstädte leben auch von Kultur und Diversität. Hier fehlt es an Konzepten, die Innenstadt ohne dauerhaften Konsum attraktiv zu halten.

    Der Schutz des Sonntags ist ein Schutz der Beschäftigten im Handel, denn kaum ein Händler in der Innenstadt schließt noch Tarifverträge ab und entzieht den Beschäftigten dadurch den kollektiven Schutz.