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    Tarifverhandlungen drohen zu scheitern

    Kraftverkehr Emsland GmbH

    Tarifverhandlungen drohen zu scheitern

    LKW Peter H Kraftverkehr Emsland GmbH: Tarifverhandlungen drohen zu scheitern


    Die Tarifverhandlungen für die ca. 100 Beschäftigten bei der Kraftverkehr Emsland GmbH in Nordhorn drohen zu scheitern. „Die derzeitigen Löhne und Gehälter sind nicht mehr hinnehmbar. In der unteren Lohngruppe wird ein Stundenlohn von 9,31 Euro gezahlt!“, so ver.di-Gewerkschaftssekretärin Cathrin Radloff.

    Die Lohn-und Gehaltsforderungen vom November 2019 sind absolut berechtigt. Ver.di erwartet zumindest eine Lohnsteigerung, die keine Stundenlöhne unter 10 Euro mehr möglich macht. Gegenwärtig erhält ein Kraftfahrer nach 10jähriger Berufserfahrung einen Stundenlohn von 10,99 Euro. „Davon kann eine Familie ohne unterstützende Maßnahmen nicht leben“, so Radloff.

    Das Tarifangebot der Geschäftsleitung liegt immer noch unter einem Stundenlohn von 10 Euro. Das Angebot ist für ver.di nicht akzeptabel. Die Beschäftigten haben gerade in den letzten Monaten unter oft schwierigen Bedingungen die Region weiter mit Gütern versorgt. „Und darum haben sie ein Tarifangebot verdient, dass zumindest deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt.“

    Die Bentheimer Eisenbahn AG als Mutterkonzern der Kraftverkehr Emsland ist gut aufgestellt. Die Geschäftsführung unter Herrn Joachim Berends trommelt medial wirksam für mehr Verkehr auf der Schiene. Für die Menschen in der Region wird investiert. In Nordhorn entsteht ein neuer Bahnhof. Die Bahnverbindung soll weiter ausgebaut werden. Verdi begrüßt den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs auf der Schiene. Gleichzeitig aber dürfen die Beschäftigten in Speditions-und Logistikbranche nicht von fairen Löhnen abgekoppelt werden.

    Sollte Verdi das Angebot nicht annehmen, erfolgt die von der Geschäftsführung angebotene Erhöhung individuell bei jedem Beschäftigen, aber nur,  sofern nicht gestreikt wird. Diese Drohung der Geschäftsführung steht im Raum – und sie ist absolut inakzeptabel.

    „Willkommen im Jahr 2020 – Hoch leben die Arbeitnehmer*innen-Rechte!“, so Cathrin Radloff. Sie setzt nun auf den Mut und die Kraft der Beschäftigten. sich gemeinsam für ihre Grundrechte stark zu machen!