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    Dank und Anerkennung

    Ortsverein Osnabrück

    Dank und Anerkennung

    ver.di Ortsverein Osnabrück ehrt Gewerkschaftsmitglieder der ersten Stunde

    1949 das Schicksalsjahr der Jubilare? 70 Jahre Zugehörigkeit zu ihrer Gewerkschaft

    Dank und Anerkennung für Helmut Brockmeyer, Bramsche, Gerhard Heetzsch, Wallenhorst, Günther Kameier, Wallenhorst, Heinrich Hötker, Heinz Rennhak, Bernhard Unland aus Osnabrück, für 70 Jahre Treue. 1946 begann die Geschichte der Gewerkschaften in Deutschland neu. 3 Jahre später begannen die ältesten Jubilare aus Osnabrück und Umland ihr Engagement.

    Der Ortsverein der Gewerkschaft ver.di ehrte seine langjährigen Mitglieder: Seit 70, 65, 60, 50, 40 und 25 Jahren sind die Jubilare dabei. Die Festrede hielt Michael Krömker, ehemals Betriebsratsvorsitzender Ameos (ehemaliges Landeskrankenhaus) 

    Der Vorsitzende des Ortsvereins Heinrich Funke unterstrich in seinen Begrüßungsworten, wie wichtig gewerkschaftliches Denken und solidarisches Handeln in unserer „Einzelkämpfer-Gesellschaft“ ist. Er machte deutlich,  dass wir in den nächsten Jahren unsere gewerkschaftlichen Kräfte bündeln müssen, um gemeinsam gegen unsoziale Politik sowie gegen Fremdenhass und Ausländerfeindlichkeit aufzustehen.

    Michael Krömker dankte in seiner Festrede den Jubilaren für Mitarbeit und jahrzehntelange Treue. „Nicht durch Worte, aber durch Handlungen zeigt sich wahre Treue“, zitierte er Heinrich von Kleist. Gewerkschaften als Gegenmacht, Kampforganisation und Ordnungsfaktor: „Auch heute treten uns Menschen bei, weil sie uns zutrauen, dass wir die Zukunft gestalten können. Sein historischer Abriss zeigte, an welchen Errungenschaften die langjährigen Gewerkschafter beteiligt waren und mit welchen Widrigkeiten konfrontiert wurden. Das Jahr 1949 hob er in seiner Festrede als Schicksalsjahr hervor: Mir der Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der DDR wird nicht nur das Land geteilt beide Länder werden Frontstaaten im Kalten Krieg, der erst 40 Jahre später mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 sein Ende findet. Auch die westdeutsche Gewerkschaftsbewegung entscheidet in diesem Jahr über die Grundlagen ihres Wirkens für die nächsten Jahrzehnte: fast alle Industriegewerkschaften und die Deutsche Angestellten Gewerkschaft werden gegründet aber auch der DGB. Den Vorsitz übernahm Hans Böckler.

    Fachkräftemangel, Digitalisierung, Aufrüstung, Flucht. Täglich wird in den Nachrichten berichtet. Gewerkschaften müssen hart erkämpfte Errungenschaften verteidigen- ein geflügeltes Wort: flexible Arbeitszeit- das ist ein Begriff, der von Arbeitnehmerinnenseite völlig anderes definiert ist als von Arbeitgeberseite. Digitalisierung- nutzt sie den Beschäftigten oder dient sie der Überwachung und Arbeitsverdichtung?

    Unbefristete Arbeitsverhältnisse, niedrige Löhne, mit dem eine Person keine Familie ernähren kann, ganz abzusehen von der dann zu erwartenden Rente. So die deutlichen Worte von Krömker an die Jubilare.

    Ihr, liebe Kolleginnen und Kollegen, habt schon vor vielen Jahren erkannt, dass es alleine schwierig ist seine Rechte und bessere Bedingungen durchzusetzen und seid deshalb Mitglied einer Gewerkschaft geworden seid. so Heinrich Funke zum Abschied der Jubilare.