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    Mehr Geld oder mehr Zeit? ver.di startet Umfrage

    Arbeitszeitumfrage

    Mehr Geld oder mehr Zeit? ver.di startet Umfrage

    Fachgruppe Musik der ver.di ver.di Arbeitszeitumfrage

    „Geld oder frei?“ Nach den zusätzlichen freien Tagen, die in der Industrie, bei der Bahn oder Post vereinbart wurden, ist das für viele Beschäftigten auch im öffentlichen Dienst ein Thema. Wo setzen sie aber die Prioritäten, das will die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) von den Beschäftigten im öffentlichen Sektor herausarbeiten. Noch bis zum 30. Juni läuft eine Umfrage, zu der in Niedersachsen und Bremen beispielsweise bei den Kommunen, Stadtwerken, Landesbehörden und -einrichtungen, der Rentenversicherung, der Bundesanstalt für Arbeit, den Krankenhäusern und mehr aufgerufen wird.

    ver.di will mit der Umfrage im Vorfeld der nächsten Tarifrunde Mitte kommenden Jahres eine breite Diskussion zum Thema Arbeitszeit in den Betrieben und Dienststellen anstoßen. Landesleiter Detlef Ahting: „In hektischer und entgrenzter werdenden Zeiten ist Zeit eine wichtige Währung. Vielen Kolleginnen und Kollegen ist Entlastung durch freie Zeit wichtiger als Geld. Allerdings gilt das nicht für alle gleichermaßen, darum die Umfrage!“ Auch für besondere Lebenslagen wird der Ruf nach kreativen Lösungen, um zum Beispiel mehr Zeit für zu pflegende oder zu betreuende Angehörige zu haben, immer lauter.

    Karin Gödecke, Gesamtpersonalratsvorsitzende bei der Landeshauptstadt Hannover: „In Gesprächen mit Kolleg*innen wird deutlich, dass Geld weiter wichtig bleibt, aber zur Erhöhung der Attraktivität des öffentlichen Dienstes eine individuelle Gestaltung der Arbeitszeit ermöglicht werden müsste. Ich bin gespannt, wie die Befragung von ver.di ausgeht.“

    Christina Domm, Vorsitzende des ver.di-Landesbezirksvorstands und Personalrätin bei der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover: „Bereits unsere Vorfahren haben verstanden, dass Zeit Geld ist. Das gilt im Zeitalter der Digitalisierung mehr denn je. Deshalb sind die Befragung und diese Diskussion auch im öffentlichen Sektor längst überfällig.“

    Nähere Informationen zur Befragung, die noch bis Ende Juni läuft, gibt es in den ver.di-Geschäftsstellen.