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    Es ist respektlos wie mit den Beschäftigten umgegangen wird

    Tarifrunde Einzelhandel 2019

    Es ist respektlos wie mit den Beschäftigten umgegangen wird

    Die Warnstreiks für bessere Löhne im Einzelhandel werden am heutigen 22.06.19 in Osnabrück / Wallenhorst fortgeführt.

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Beschäftigte des Einzelhandels im Rahmen der aktuellen Tarifrunde zu weiteren Warn-Streiks aufgerufen. In der zweiten Verhandlungsrunde am 17.06.2019 hatte es leider nur ein sehr unzureichendes und nicht akzeptables Angebot von 1,7% für 2019 und weitere 1,2% für 2020 von den Arbeitgebern gegeben.

    Wertschätzung und Anerkennung für die täglich harte Arbeit im Einzelhandel sieht anders aus betont Maiko Schulz- ver.di Fachsekretär im Handel für Osnabrück.

    Dem Einzelhandel geht es bedeutend gut!

    Selbst der Handelsverband spricht davon, dass die Umsätze 2019 im zehnten Jahr in Folge nochmals steigen werden. Es ist einfach respektlos wie im Einzelhandel mit den Beschäftigten seit Jahren umgegangen wird betont Maiko Schulz.

    An den heutigen Warnstreiks werden sich heute 22.06.19 Beschäftigte unter anderem aus folgenden Betrieben beteiligen: Kaufland, IKEA, Marktkauf Osnabrück und Belm, Smyths-Toys, H&M und weitere private Märkte.

    In Form des großen Streik-Soli-Bündnises werden sich am heutigen 22.06.19 dazu am Smyths-Toys Standort Wallenhorst die Beschäftigten zu einer weiteren Warnstreikaktion treffen und auf sich und den Forderungen aufmerksam machen. Mehrere Dutzend Beschäftigte werden dazu erwartet.

    Ver.di fordert für die Beschäftigten des Einzelhandels eine Erhöhung der Einkommen um 1,00€ mindestens jedoch 6,5% mehr, ein tarifliches Mindesteinkommen von 2.100 Euro im Monat sowie 100€ mehr für die Auszubildenden. Der Tarifabschluss soll eine Laufzeit von 12 Monaten haben.

    „Die Beschäftigten im Handel sind die Menschen die die Gewinne der Unternehmen“ erwirtschaften. „Sie sind das Bindeglied zum Kunden - dafür verdienen sie gute Löhne, die zum Leben reichen und im Alter nicht zu Armutsrenten führen“, so Schulz weiter.

    „Mit den Streiks zeigen die Beschäftigten, was sie von der fehlenden Wertschätzung ihrer Arbeitgeber Halten“. Die nächste Verhandlung für den Einzelhandel in Niedersachsen finden am 18.Juli in Hannover statt.