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    Tagung: Gute digitale Team- und Projektarbeit

    Tagung
    13.11.2018, 10:00Universität Göttingen

    Tagung: Gute digitale Team- und Projektarbeit

    u.a. mit Frank Bsirske (ver.di-Vorsitzender), Dr. Constanze Kurz (Referentin Gesamtbetriebsrat Bosch), Dr. Martin Kuhlmann (SOFI Göttingen), Prof. Dr. Rüdiger Krause (Uni Göttingen)
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    Die Digitalisierung der Arbeit 
    verändert auch die zunehmend wichtiger werdende Team­ und Projektarbeit. Mit internetbasierten kollaborativen Anwendungen und mobilen Endgeräten kön­nen Teammitglieder von jedem Ort und zu jeder Zeit arbeiten. Dies kann die Selbstorganisati­on von Teams erhöhen und die Vereinbarkeit von beruflicher und privater Zeit verbessern. Möglich wird aber auch eine steigende Überwachung und die Entgrenzung der Arbeitszeit, mit permanenter Erreichbarkeit und Dauerstress.

    Wie die Zukunft der Teamarbeit aussehen wird, hängt nicht von der Technik ab, sondern von der Arbeitsgestaltung in den Unternehmen. Welche Ziele werden bei der Nutzung kollaborati­ver Anwendungen verfolgt? Welche Regelungen zur Arbeitszeit, über Ruhezeiten, die Nutzung der Geräte und Home­Office usw. werden getroffen? Welche Möglichkeiten der Beteiligung werden geschaffen?

    Wir laden Sie ein, sich auf der Grundlage erster Befunde und Erfahrungen mit der neuen Teamarbeit auszutauschen und konkrete Beispiele kennenzulernen. Es geht um eine menschenorientierte Arbeitsgestaltung und um zukunftsweisende betriebspolitische Regelungen. Wir brauchen ei­ne Verständigung über die Bedingungen für „gute digitale Team­ und Projektarbeit“ und über Leitlinien für deren Gestaltung.

    Beteiligen Sie sich an unserem Austausch mit Ihren Erfahrungen und Ideen!

    Zielgruppe

    Die Tagung richtet sich an Fach­- und Führungskräfte und Beschäftigte aus Unternehmen und Organisationen, die selbst als Team­ und Projektmitglieder, als Teamverantwortliche, als Vorge­setzte, als Betriebs-­ oder Personalräte an der Verbreitung der neuen Arbeitsformen beteiligt sind oder die aktuellen Entwicklungen als HR­-Verantwortliche, als Berater/innen oder in Gewerk­schaften und Verbänden moderieren.

    Da es um den Wissenstransfer geht, richtet sich die Veranstaltung gleichermaßen an eine inter­essierte Öffentlichkeit, die die Herausforderungen der Gestaltung digitaler Arbeitsplätze kennen­ lernen, Chancen und Risiken abwägen und insbesondere zum Thema kollaborative Team­ und Projektarbeit diskutieren will.

    Kollaborative Team­ und Projektarbeit – CollaboTeam

    Die Digitalisierung der Arbeit stellt v.a. für Klein­ und Mittelunternehmen (KMU) eine echte Her­ausforderung dar. Große Bedeutung haben "kollaborative Anwendungen" für die Team-­ und Pro­jektarbeit, welche die virtuelle Kommunikation, den Austausch von Wissen und die ortsunabhängige Nutzung gemeinsamer Datenbestände ermöglichen. Wie können diese Werkzeu­ge menschengerecht und wirksam in Unternehmen zum Einsatz gebracht werden?

    Ziel des Verbundprojekts CollaboTeam ist die Erprobung von integrierten Konzepten der sozio­-technischen Gestaltung verteilten Arbeitens. In den Partner­-Unternehmen werden betriebsspe­zifische Lösungen für die interne Zusammenarbeit und die Zusammenarbeit mit Kunden u.a. erprobt. Dies erfolgt mit wissenschaftlicher Begleitung durch die Kooperationsstelle Hochschu­len und Gewerkschaften der Universität Göttingen und das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen. In Dialogprozessen mit Vertreter/innen aus KMU, mit Betriebsräten und anderen Interessierten werden Leitlinien zur menschengerechten Arbeitsgestaltung digital unterstützter Team­ und Projektarbeit diskutiert.

    Freistellung

    Betriebs- und Personalräten empfehlen wir für diese Veranstaltung eine Freistellung nach § 37,6 BetrVG, § 40 i.V.m. § 37 NPersVG zu beantragen bzw. einen entsprechenden Beschluss herbeizuführen.