Handel

    Warnstreik bei EDEKA Minden-Hannover am Standort Wiefelstede

    Tarifrunden Handel Nds-Bremen 2021

    Warnstreik bei EDEKA Minden-Hannover am Standort Wiefelstede

    Genossenschaftlicher Großhandel Niedersachsen/Bremen
    Ohne uns kein Geschäft ver.di Ohne uns kein Geschäft  – Tarifrunden Handel 2021


    „Nach dem die Arbeitgeber ein unzureichendes Angebot in der zweiten Tarifrunde für den genossenschaftlichen Großhandel vorgelegt haben, reagiert die Belegschaft mit Warnstreiks erklärt der zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretär Arne Brix

    Seit heute Morgen 0:01 wird das Lager in Wiefelstede von den Beschäftigten bestreikt. Der Lebensmittelgroßhandel hat während der Pandemie deutlich zugelegt und gemeinsam mit den Beschäftigten sehr gute Gewinne erwirtschaftet. Doch die Arbeitgeberseite hat ein unzureichendes Angebot vorgelegt, das aus Sicht von ver.di nicht verhandelbar ist. Nach ihren Vorstellungen soll es erst ab März 2022 eine Tariferhöhung von lediglich 1,5 Prozent geben.

    „Die Arbeitgeber haben es einfach nicht verstanden: anstatt fair zu teilen, wollen Sie die Erträge ausschließlich Management und Inhabern zukommen lassen. Die Beschäftigten sollen langfristig mit Minimalerhöhungen abgespeist werden, die nicht mal den Reallohnverlust ausgleichen und das obwohl die Umsätze in der Branche massiv gestiegen sind. Während der Pandemie, wurde für die Beschäftigten und Ihre Leistung noch geklatscht, jetzt erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber eine Klatsche“, sagt Arne Brix, der die Arbeitskampfmaßnahmen vor Ort begleitet.

    Die ver.di-Tarifkommission fordert für die Beschäftigten des Genossenschaftlichen Großhandels Niedersachsen/Bremen – die überwiegend bei Edeka und der Bäko arbeiten – eine Erhöhung der Löhne und Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent, mindestens aber 200 Euro, bzw. 100 Euro für die Azubis, ein rentenfestes Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde und allgemeinverbindliche Tarifverträge. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen.

    Vorgelegt haben die Arbeitgeber folgendes:

    • 1,5% ab März 2022 (Erhöhung kann vorgezogen werden auf Sept. 2021 oder verschoben werden auf Sept. 2022)
    • 1% ab Nov. 2022 (Erhöhung kann vorgezogen werden auf Mai 2022 oder verschoben werden auf März 2023)
    • 150€ Einmalzahlung im Juli 2021 (für Betriebe, denen es gut geht)

    Für Rückfragen, Fotos und Pressegespräche vor Ort steht Ihnen Arne Brix gerne zur Verfügung: