Gesundheit und Soziales

    Wir lassen uns nicht auf’s Kreuz legen

    Tarifrunde DRK Nds 2021

    Wir lassen uns nicht auf’s Kreuz legen

    Deutsches Rotes Kreuz in Niedersachsen
    DRK PixelHeini Wir lassen uns nicht auf’s Kreuz legen  – Tarifrunde DRK Nds 2021


    Nachdem bei den bundesweiten Verhandlungen des DRK-Reformtarifvertrages eine Einigung erzielt wurde, stehen in verschiedenen Kreisverbänden des DRK in Niedersachsen Tarifverhandlungen an. Die Beschäftigten schauen auf die bundesweiten Ergebnisse und fordern, dass diese auf Niedersachsens übertragen werden.

    Um was geht es?
    In den meisten niedersächsischen Kreisverbänden des DRK gibt es eigenständige Tarifverträge, die die Arbeitsbedingungen und Löhne der Beschäftigten regeln. Es gelten deshalb nicht automatisch die Regelungen des bundesweiten Reformtarifvertrages. Regelmäßig finden in den Kreisverbänden eigenständige Tarifverhandlungen statt. So auch in diesen Wochen und den nächsten Monaten. Die Situation unterscheidet sich von Kreisverband zu Kreisverband: Mal werden größtenteils die Regelungen des bundesweiten Reformtarifvertrags angewandt – mal gibt es schlechtere Regelungen.

    Wir lassen uns nicht abhängen
    Die gewerkschaftlich organisierten Kolleginnen und Kollegen fordern, dass die bundesweiten Regelungen des DRK-Reformtarifvertrags auch in Niedersachsen gelten. Warum soll in hier nicht möglich sein, was in anderen Bundesländern geht? Das Niveau des Reformtarifvertrags muss erreicht werden. Und die Ergebnisse der letzten Tarifeinigung dürfen keinen Bogen um Niedersachsen machen: allgemeine Lohnerhöhungen, eine Corona-Sonderzahlung, eine Zulage für Notfallsanitäter*innen von bis zu 400 Euro, eine Erhöhung der Funktionszulage für Kita-Gruppenleitungen für Rettungswachenleiter*innen, eine Pflegezulage für examinierte Pflegekräfte ab P 7, Erhöhungen der Intensivzulage und Wechselschichtzulage.

    Nach dem Klatschen kommt die Klatsche!
    Die DRK-Arbeitgeber erklären uns, dass die bundesweiten Regelungen – insbesondere im Rettungsdienst – in Niedersachsen nicht finanzierbar sind. Dies hätten die Kommunen, die die Aufträge vergeben, und die Krankenkassen (als Finanzgeber) erklärt. Im Ernst? Nachdem die Beschäftigten Beifall bekommen haben, weil sie in der Pandemie unter Gefährdung der eigenen Gesundheit den Laden am Laufen halten, sollen sie nun abgehängt werden? Wir lassen das DRK, die Kommunen und Kassen damit nicht davonkommen.

    Gemeinsam für Gerechtigkeit
    Erst lagern die Kommunen Aufgaben wie den Rettungsdienst aus ihrem Hoheitsgebiet aus. Dann verhandeln die beauftragten Arbeitgeber – das DRK – mit ver.di Tarifverträge. Und schließlich sagen wiederum die Kommunen und die Kassen, dass diese Tarifverträge zu teuer seien. Dieses »Schwarze-Peter-Spiel« zulasten der Beschäftigten ist unwürdig. Wir lassen nicht zu, dass die DRK Beschäftigten in Niedersachsen auf’s Kreuz gelegt werden und werden alle Beteiligten zur Rede stellen. Die Arbeitgeber des DRK sind aufgefordert, den Kostendruck nicht an die eigenen Beschäftigten durchzureichen, sondern an die Kostenträger zurückzugeben.

    Organisiert sind wir stärker!
    Klar ist bereits jetzt: Ohne Druck der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft wird es nichts. Dies haben bereits die bundesweiten Tarifverhandlungen gezeigt. Deshalb kommt es darauf an, dass sich möglichst viele in ver.di zusammenschließen und aktiv werden. Wendet euch hierfür an eure ver.di Kontakte vor Ort.