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    Aufpassen bei der betrieblichen Altersversorgung

    Medien, Kunst und Industrie

    Aufpassen bei der betrieblichen Altersversorgung

    In einer Klausurtagung befassten sich die Bezirksvorstände des Fachbereiches Medien, Kunst und Industrie mit dem Thema betriebliche Altersvorsorge und empfehlen: Wer jetzt noch im Rahmen der „Betrieblichen Altersversorgung“ z.B. beim „Zukunftsfonds Medien, Druck und Papier“ einen neuen Vertrag (Direktversicherung, Gehaltsumwandlung) abschließt, sollte Folgendes wissen:

    • Bei der Auszahlung werden automatisch 18 Prozent der Gesamtsumme durch die Gesetzliche Krankenkasse als Krankenkassen- und Pflegeversicherungs-Beitrag abgezogen und einbehalten (außer bei Privat-Versicherten).

      Dies geschieht oft über monatliche Zusatz-Beiträge – zehn Jahre lang.

      Mit den 18 % zahlen Mitarbeiter/innen nicht nur ihren Krankenversicherungsbeitrag, sondern auch den des Arbeitgebers. Deshalb sollte vorab in einem Gespräch mit dem Arbeitgeber geklärt werden, dass er den Krankenversicherungsanteil, der er bei der Direktversicherung einspart, automatisch zugunsten des Mitarbeiters einzahlt. Dies kann und sollte auch der Betriebsrat in einem Arbeitgebergespräch vorab einfordern.

    • Zwar wird der Beitrag zu einer Direktversicherung „nur“ mit 20 Prozent pauschal besteuert. Bedacht werden sollte auch, dass der Beitrag nicht sozialversicherungspflichtig ist, also auch kein Anteil an die Rentenkasse gezahlt wird, wodurch später eine etwas geringere Rente ausgezahlt wird.

    Man sollte sich also vorab gut informieren und abwägen, ob man eine solche Direktversicherung (Gehaltsumwandlung) abschließt. Zumal die Garantieverzinsung ab 2017 auf nur noch 0,9 Prozent sinkt (2016: 1,25 %).

    Axel Sonntag,
    Mitglied des Bezirksfachbereichsvorstand Bremen-Nordniedersachsen