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    Erste Warnstreiks vor dritter Tarifrunde Papierverarbeitung – …

    Medien, Kunst und Industrie

    Erste Warnstreiks vor dritter Tarifrunde Papierverarbeitung – ver.di fordert verhandlungsfähiges Angebot

    Plakat: Wer nicht aufrecht geht ver.di Plakat: Wer nicht aufrecht geht

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) verlangt für die am Mittwoch, den 21. Dez. 2016 stattfindende dritte Verhandlungsrunde für die rund 100.000 Beschäftigten der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber (Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung). ver.di fordert für das Ende Oktober 2016 ausgelaufene Tarifabkommen eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um fünf Prozent.

    Auch die Beschäftigten der Tapetenfabrik Gebr. Rasch GmbH in Bramsche unterstreichen mit einem Warnstreik in der Spätschicht und die Beschäftigten der Klingele Papierwerke GmbH & Co. KG in Delmenhorst mit einem Warnstreik in der Frühschicht, dass das von den Arbeitgebern in der letzten Tarifrunde am 25. Nov. 2016, in Frankfurt, vorgelegte vergiftete Angebot von 1,3 Prozent bei einer Laufzeit von 15 Monaten, völlig unzureichend ist.

    Das Bild ist vom Warnstreik Klingele in Delmenhorst ver.di Das Bild ist vom Warnstreik Klingele in Delmenhorst  – Die Beschäftigten der Klingele Papierwerke in Delmenhorst sind am frühen Morgen des 15.12.2016 im Warnstreik. Sie fordern für gute Arbeit auch gutes Geld und erwarten für die nächste Verhandlungsrunde am 21.12.2016 von den Arbeitgebern ein verhandlungsfähiges Angebot.

    „Die Arbeitgeberseite redet die Situation der Branche absichtlich schlecht, um auf Lohnzurückhaltung zu pochen. Das ist ein durchsichtiges Manöver. Fakt ist, die Zahlen des statistischen Bundesamtes sprechen eine deutliche Sprache: Der Branchen-Umsatz ist in den ersten drei Quartalen 2016 im Vergleich zum Vorjahr nominal um 1,6 Prozent und real um 0,8 Prozent gestiegen. Der Pro-Kopfumsatz ist im gleichen Zeitraum um 1,9 Prozent gestiegen. Die Beschäftigten erleben eine permanente Leistungsverdichtung und haben eine Wertschätzung für ihre Arbeit verdient. Unsere Forderung von fünf Prozent mehr Lohn ist ausgewogen und angemessen. Wir erwarten nun ein verhandlungsfähiges Angebot“, sagte Kornelia Haustermann, ver.di Fachbereichssekretärin Medien, Kunst und Industrie, Bezirk Weser-Ems.

    Weitere Informationen auf verlage-druck-papier.verdi.de/papier/tarifrunde-2016