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    Jubilarehrung 2017 des Ortsverein Grafschaft Bentheim

    Ortsverein Grafschaft Bentheim

    Jubilarehrung 2017 des Ortsverein Grafschaft Bentheim

    Der ver.di Ortsverein Grafschaft Bentheim hat viele Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt. Der Ortsvereinsvorsitzende Peter Schulz-Oberschelp und der Betreuungssekretär Michael Peters konnten 25 Jubilare und weitere Gäste begrüßen. Statt einer Festrede gab es diesmal kurze Geschichten aus den Jahren, in denen die Jubilare in die Gewerkschaft eingetreten sind.

    Der Gewerkschafter und Schauspieler Heiko Arnink von der Bentheimer Kulisse trug die Geschichten vor. Es ging um Ereignisse, die aus gewerkschaftlicher Sicht bedeutsam waren. Aber in populären Jahreschroniken nicht oder nur nebenbei erwähnt werden. So erinnerte er an den 16 wöchigen Arbeitskampf der Metallarbeiter aus Schleswig-Holstein, der um die Jahreswende 1956/7 stattfand. Mit diesem Arbeitskampf wurde die Lohnfortzahlung für Arbeiter vom ersten Krankheitstag an erstritten. Der damalige Wirtschaftsminister Ludwig Erhard erklärte nach dem Ende des Streiks in einer Rundfunkrede: „Diesem Streik sind in gefährlichem Maße klassenkämpferische Züge aufgeprägt worden.“ Heute glauben viele Kolleginnen und Kollegen, die Lohnfortzahlung sei eine Selbstverständlichkeit. Die Geschichte zeigt hingegen, welche Anstrengungen die Gewerkschaftsbewegung unternehmen musste, um sie zu erreichen.

    Er erinnerte auch an den 12-tägigen Arbeitskampf im öffentlichen Dienst, der am 25. April 1992 begann. Damals versuchte die Regierung unter Helmut Kohl die Lasten der Wiedervereinigung auf den öffentlichen Dienst abzuwälzen. 100 Milliarden DM für den Kampfjet Jäger 90 waren vorhanden, aber an gut 2 Milliarden DM für die Lohnerhöhung der Beschäftigten war damals die Schlichtung gescheitert.

    Es sind solche Ereignisse, die zeigen, wie notwendig die Gewerkschaft war und ist, wenn es um die Durchsetzung der Interessen der abhängig Beschäftigten geht.