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    Seminar: Ausbildung in Mediation

    Weiterbildung
    04.05.2018Osnabrück

    Seminar: Ausbildung in Mediation

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    Berufsbegleitende 200 Stunden-Ausbildung nach den Standards des Bundesverbandes für Mediation
    vom Mai 2018 bis Juni 2018

    Mediation ist eine Methode zur Konfliktbearbeitung, in der die Konfliktparteien durch die Unterstützung des Mediators/ der Mediatorin Möglichkeiten entdecken, die sie im Konflikt haben, um selbstverantwortlich und gemeinsam auch in scheinbar aussichtslos verfahrenen Streitigkeiten zu einer einvernehmlichen und für alle vorteilhaften Lösung zu kommen.

    Mediation dient der Stärkung der Konfliktkompetenz der Betroffenen. Sie behalten die Verantwortung für die Lösung ihres Konfliktes und werden durch die Arbeit unterstützt, ihre Interessen so zu vertreten, dass anderen dadurch kein Schaden zugefügt wird.

    Mediator*innen schaffen als „allparteiliche Dritte“ Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, damit Konfliktparteien ihre Konflikte bearbeiten und in einen konstruktiven Prozess der Auseinandersetzung treten können. Die Konfliktparteien erlangen die Fähigkeit, den Konflikt eigenverantwortlich, einver-nehmlich und zum beiderseitigen Vorteil zu regeln.

    Die Ausbildung richtet sich an Menschen, die

    • in sozialen, pädagogischen, beratenden, juristischen Berufsfeldern arbeiten
    • als Multiplikatoren in der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenarbeit tätig sind
    • in Institutionen, Organisationen und Firmen mit Konflikten zu tun haben
    • sich in der Teamleitung u. Personalführung oder in der Betriebsratsarbeit engagieren
    • im Bereich „Mediation“ arbeiten wollen

    Inhalte und Module der Mediationsausbildung

    • 1. Modul: Den sicheren Rahmen schaffen, Kennenlernen der Teilnehmenden, Erwartungen klären, Konflikttheorie für Mediator*innen: Methoden der Konfliktbearbeitung, Theorie und Dynamik des Konflikts, Reflexion des eigenen Konflikt- und Kommunikationsverhaltens als Vorbereitung für die Mediation.
    • 2. Modul: Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg, Bedeu-tung von Gefühlen, Interessen und Bedürfnissen für die Konfliktbearbeitung.
    • 3. Modul: Grundlagen und Rahmen der Mediation, Struktur und Aufbau eines Mediationsgesprächs, empathisches Zuhören als Grundhaltung in der Mediation, Herstellen von Kontakt zwischen den Konfliktparteien mit Hilfe der GFK, Feedback geben und empfangen mit GFK, Bildung der Intervisionsgruppen.
    • 4. Modul: Üben von Mediation anhand realer Konflikte aus eigenen Berufs- und Lebensfeldern, Erweiterung des Handwerkszeugs einer Mediatorin/ eines Mediators, die Dynamik von Täter-/ Opferhaltungen anhand der Transaktionsanalyse und ihre Bedeutung für die Mediation.
    • 5. Modul: Umgang mit Schmerz und starken Gefühlen in der Mediation, Bearbeitung schwieriger Situationen durch heilsame Empathie, die Wirkung von Wertschätzen und Bedauern in der Mediation.
    • 6. Modul: Interkulturelle Aspekte in der Mediation; Gewaltfreie Kommunikation in der Bearbeitung von Vorurteilen, die Bedeutung von Werten in verschiedenen Kulturen, Mediation in Strafsachen (Täter-Opfer-Ausgleich), Mediation und Recht.
    • 7. Modul: Mediation in Gruppen, Teams und Organisationen, Auftragsklärung, Analyse von Team-konflikten zur Vorbereitung von Mediation, Gewaltfreie Kommunikation in ihrer systemischen Wirkung, Konfliktdynamik, Macht und Hierarchien in Organisationen, Bearbeitung von Team-konflikten mit Gewaltfreier Kommunikation und der Methode des Team-Management-Systems, Mediation als Konfliktmanagementinstrument in Institutionen (z. Bsp. KiTa, Schule oder Unternehmen) implementieren.
    • 8. Modul: Kreative Methoden in der Mediation für Fortgeschrittene, Besonderheiten der Paar-mediation in Trennungs- und Scheidungssituationen, Mediation mit Stellvertreter.
    • 9. Modul: Bilanz und Abschluss: Standortbestimmung und Visionsentwicklung am Ende der Aus-bildung, Entwicklung von Perspektiven für die eigene Mediationspraxis, Selbstmanagement von Mediator/innen, Auswertung der Ausbildung, Abschlusskolloquium und Übergabe der Zertifikate.