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    Rechtspopulismus ins Abseits stellen: AfD – für oder gegen die …

    14.08.2017, 19:00Räume des Türkischen Arbeitervereins (DIDF), Louisenstr. 8, 27749 Delmenhorst

    Rechtspopulismus ins Abseits stellen: AfD – für oder gegen die lohnabhängige Bevölkerung?

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    Nationalismus, Ausgrenzung von Schwächeren und Kult starker Führungspersönlichkeiten sind stramm auf dem Vormarsch. Mit den vor knapp drei Jahren massenmedial verbreiteten Bildern von Flüchtenden und Schutzsuchenden sind hierzulande die Dämme der Sympathien für rechtes und autoritäres Gedankengut unter dem Etikett des Rechtspopulismus scheinbar völlig gebrochen. Die kommende Bundestagswahl lässt in Hinblick auf Wahlquoten und Diskursverschiebungen nichts Gutes erahnen.

    Mittlerweile krakeelt der Rechtspopulismus in unterschiedlichen Stimmlagen und Arbeitsfeldern: Unter anderem gibt man sich “skeptisch” gegen “Eliten” und geriert sich als “Verteidiger der kleinen Leute” – mit großem Erfolg: Begeistert können sich nicht nur extreme Rechte und massenhaft Personen bis weit in die bürgerliche Mitte hinein damit identifizieren, auch Kreise der Arbeiter*innen-Bewegung und Gewerkschaften sind nicht immer immun dagegen. Konsequenterweise werden von rechtspopulistischer Seite die klassischen Aktionsbereiche der Arbeiter*innen-Bewegung besetzt: Protestdemo, Betrieb, Fußballplatz...

    Spätestens jetzt, da die Partei Alternative für Deutschland (AfD) auf dem letzten Bundesparteitag unter anderem die “Soziale Frage” in den Mittelpunkt gerückt hat, muss es für uns heißen: Wir überlassen dem Rechtspopulismus nicht das Feld, weder im Wahlkampf, noch am Arbeitsplatz, noch in Clique oder Fußballstadion!

    Diesem Gedanken ist die vorliegende Veranstaltungsreihe verpflichtet und lädt zu Erkenntnisgewinn und Diskussion ein über Tendenzen im Bundesgebiet und vor Ort.

    AfD – für oder gegen die lohnabhängige Bevölkerung?
    Vortrag und Diskussion mit Stefan Dietl und Henning Waldeck

    Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) versucht den Eindruck zu erwecken, sie würde mit ihrer Politik gerade auch in sozialen Belangen die Interessen von sozial Schwächeren vertreten. Stefan Dietl hat genauer hingeschaut und kommt zu gegenteiligen Ergebnissen: Die AfD vertritt eine marktradikale und nationalistische Politik.

    Ergänzend dazu wird Henning Waldeck einen Beitrag unter dem Stichwort „AfD Delmenhorst – eine lokale Einschätzung“ hinzufügen.
    Im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion sollen auch praktische Handlungskonsequenzen erörtert werden.

    Delmenhorst, Räume des Türkischen Arbeitervereins (DIDF), Louisenstr. 8, 27749 Delmenhorst
    Montag, 14. August 2017, 19.00 Uhr

    Die Sozialpolitik neu-rechter Parteien
    Vortrag und Diskussion mit Stefan Dietl und Aktivist*innen des Offenen antifaschistischen Treffs Oldenburg

    Innerhalb von gerade einmal vier Jahren zog die Alternative für Deutschland (AfD) mit teils zweistelligen Ergebnissen in zwölf Landesparlamente ein. Mit der Wahl in den deutschen Bundestag 2017 möchte sie endgültig zur erfolgreichsten Parteineugründung der Bundesrepublik werden. Zu ihrem Programm gehört – neben der Hetze gegen Mirgant*innen und Geflüchtete, dem Kampf gegen die Rechte von Frauen und der Diskriminierung von Behinderten, Homosexuellen und Transgender – außerdem die Ausgrenzung von sozial Schwachen. Trotz ihrer neoliberalen Programmatik ist die Partei vor allem auch unter denjenigen erfolgreich, die von marktradikalen Umbaumaßnahmen besonders betroffen sind – Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

    Stefan Dietl analysiert die Entstehungsgeschichte der AfD, wirft einen genaueren Blick darauf, welche Forderungen sie eigentlich vertritt und welche verheerenden Auswirkungen deren Umsetzung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hätte.

    Aktivist*innen des Offenen antifaschistischen Treffs Oldenburg werden darüber hinaus über die Strukturen
    der Oldenburger AfD berichten.

    Oldenburg, Carl von Ossietzki-Universität, Raum A06 0-001
    Dienstag, 15. August 2017, 18.00 Uhr

    Kampf um die Kurve - Rechtsextremismus und Fußball
    Vortrag und Diskussion mit Pavel Brunßen und Jan Krieger

    Fußball verbindet. Jedes Wochenende finden in Deutschland 80.000 Fußballspiele statt. Hunderttausende Fans strömen auf die Zuschauerränge. Nirgendwo kommen so viele Menschen zusammen, wie im Fußball. In diesem Umfeld entstehen zunehmend auch Initiativen, die sich sozial und zivilcouragiert engagieren – zum Beispiel für Geflüchtete. Doch es gibt auch noch eine andere Seite des Fußballs: Die Gefahr, die von rechten Strömungen ausgehen kann, wurde im Oktober 2014 deutlich, als etwa 5.000 Neonazis und Hooligans unter dem Motto „Hooligans gegen Salafisten“ zu einem rechten Aufmarsch in Köln zusammenkamen und damit den Weg für Pegida und AfD mitbereiteten.

    Pavel Brunßen erörtert in diesem Vortrag, welche politischen Bewegungen im Kontext Fußball zu beobachten sind und was dies für Vereine, Fans, Politik und Zivilgesellschaft bedeuten kann. Ergänzend dazu wird Jan Krieger Bezug nehmen auf die lokale Situation vor Ort.

    Delmenhorst, AWO-Begegnungsstätte, Cramerstr. 193, 27749 Delmenhorst
    Donnerstag, 24. August 2017, 19.00 Uhr